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1100 Jahre Wiener Universitäten – ein Grund zum Feiern?


Vergangenen Freitag jährte sich die Gründung der Technischen Universität Wien, damals k.k. Polytechnisches Institut, zum 200. Mal. Auch die Universität Wien (650 Jahre) und die Veterinärmedizinische Universität (250 Jahre) feierten heuer runde Jubiläen. Dieses Faktum wurde natürlich zum Anlass genommen, Feierlichkeiten verschiedenster Art abzuhalten, ein wenig die Geschichte zu beleuchten, und sich Ziele für die Zukunft zu stecken.

 

Zum einen erklärt also die Universität Wien, gerade die Universität sei im Gegensatz zur Wirtschaft der Ort, an dem Grundlagenforschung betrieben werden kann, da in letzterer die Zeit und Kapazitäten dazu fehlen.  Zum anderen visiert man aber eine stärkere Öffnung und Anbindung an die Wirtschaft der Region an, womit man natürlich genau auf deren Bedürfnisse eingehen wird (müssen). Dieser Widerspruch stellt nur ein Beispiel der vielleicht nicht vollständig zu Ende gedachten Pläne dar. Ähnlich verhält es sich mit dem chronischen Geldmangel (die Ursachen dafür sind ein anderes Kapitel), welcher ohnehin kaum noch Grundlagenforschung ohne Drittmittelfinanzierung zulässt, da man mit der Finanzierung des Personals für die Lehre (und dem Erhalt des Service-Dschungels) bereits an die Grenzen stößt. Trotzdem erweitert man das Angebot an Studienrichtungen (deren Betrieb zu erheblichen Mehrkosten führt), freut sich über neue Rekorde in den Inskribentenzahlen, und nimmt den Abstieg in internationalen Vergleichen grübelnd hin, ohne deren Ursachen zu erkennen.

 

Des Rätsels Lösung: Qualität vor Quantität. Ein Massenbetrieb, der die Studenten nur möglichst effektiv durch die universitäre Laufbahn schleust und ihnen einen akademischen Titel verpasst, ohne wirklich auf Bildung Wert zu legen, geschweige denn noch Möglichkeiten zur hochkarätigen Forschung bieten kann, wird auf Dauer keine herausragenden Absolventen hervorbringen. Nur wenn dieser Punkt beherzigt wird, wird man auch weiter an die durchaus erfolgreiche Geschichte der Wiener Universitäten anknüpfen können.

 tug