Schlagzeilen an einem vorweihnachtlichen Montag

„Islamprediger stört Kinder-Adventvorführung“ (in Oberösterreich, Anm.) 

„Terrorverdacht: ,Schwere Straftat’ geplant – Razzia in Salzburger Flüchtlingsheim“

„Anschlag in Berlin: LKW rast in Adventmarkt“

In dieser Aufzählung fehlt – außerhalb Europas – freilich noch das Attentat, das ein türkischer Polizist auf den russischen Botschafter in Ankara vor laufender Kamera verübt hat. Die Aufmerksamkeit bündeln dennoch die etlichen Toten und Verletzten in Berlin; viele sind noch in Lebensgefahr. Die an die Stätte des Anschlags pilgernden Staatenlenker, die seit Monaten nichts anderes im Sinn haben, als vorausschauend warnende Stimmen aus allen Ebenen der autochthonen Bevölkerung des Hasses, der Menschenfeindlichkeit und zuletzt auch des Faschismus zu bezichtigen, haben das Leid, das über die Opfer und deren Familien gekommen ist, politisch zu verantworten.

Der Gipfel der Niedertracht ist die Eintragung von Frau Merkel in das Kondolenzbuch, das in der Gedächtniskirche in Berlin aufliegt. Es ist dem phlegmatischen Großmut der Deutschen geschuldet, dass sich zu der umstrittenen Politikerin noch kein ausreichend breites Gegengewicht zusammengeschlossen hat. In anderen Völkern – auch in europäischen – wäre der Druck auf eine solche Regierungschefin schon zu groß, als dass sie sich überhaupt noch innerhalb ihres Heimatlandes aufhalten könnte.

 

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